Die Renaissancedecke im Schloss Pretzsch
Die Heimbewohner des Kinderheimes „Adolf Reichwein“ staunten, als 1968 beim Einbau einer Zentralheizung im damaligen Zeichensaal eine alte Holzbalkendecke mit bemalten Feldern freigelegt wurde. Da sich die Kinder für die Geschichte des Schlosses interessierten, war das schon ein Ereignis. Tageszeitung „Freiheit“ 1970.
Aber erst nach dem Jahr 2000 während der Restaurierung des Schlosses wurden auf mehrere Etagen des Schlosses Felder der Renaissancedecke entdeckt. Man geht davon aus, dass der damalige Burgherr Hans Löser (1531-1580) um 1574 diese kostbaren Deckenelemente bei der Errichtung des Renaissanceschlosses (1571-1574) einbauen ließ. Übrigens war er der Sohn von Luthers Freund Hans Löser (1481-1541). Die sächsische Kurfürstin Christiane Eberhardine hat Anfang des 18. Jahrhunderts im Schloss Zwischendecken einziehen lassen, so dass man die Renaissancedecke nicht mehr bewundern konnte. Erst Mitarbeiter des Ingenieurbüros Magdeburg und Berliner Studenten erkannten den enormen Wert der Decken. Man geht heute davon aus, dass die Renaissancedecke aus der Werkstatt von „Lucas Cranach d. J.“ (1515-1586) stammt. Der Maler übernahm 1537 die Werkstatt seines Vaters „Cranach d. Ä.“ in der Lutherstadt Wittenberg.
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