Die Entwicklung der Deichsanierung und die neue Variante über die Gestaltung des Schlossgartens in Pretzsch
Am 20.06.2016 fand darüber im Bürger- und Vereinshaus eine Informationsveranstaltung statt.
Frau Dörte Ruffert Flussbereichsingenieurin, Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft.
Herr Martin Röthel Standortmanager Schloss Pretzsch.
Nördlich von Pretzsch bis nach Magdeburg befinden sich die Elbe und ihre Auen auf einer Länge von 129 km im Landschaftsschutzgebiet „Mittlere Elbe“. In ihm eingelagert sind 15 Gebiete mit dem strengeren Schutz eines Naturschutzgebietes. Der größte Teil des Landschaftsschutzgebietes ist identisch mit dem UNESCO Biosphärenreservat Teilgebiet '“Mittlere Elbe''.
Der Bau der Deichsanierung begann im Herbst 2015. Nach Angaben aus dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft wird mit Kosten in Höhe zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro gerechnet.

Die Forderungen des Denkmalschutzes, aber besonders des Naturschutzes waren gewaltig. 30 Bäume wurden gefällt. 9 Fledermausarten mussten im vorigen Herbst abgesammelt werden. Eine Saatkrähen-Kolonie, die zweitgrößte in Sachsen-Anhalt, wird weiterhin geschützt. Hauptaugenmerk war ein Käfer, der Eremit. Dieses seltene Tier lebt in Baumhöhlen und ernährt sich von Totholz. In Deutschland gibt es noch etwa 50 Vorkommen. Wegen des Eremiten musste in der Nähe des Wiesenwegs eine alter Birnenbaum umgesetzt werden. Zwei weitere Bäume konnte man erhalten. Auch auf ein Bussardpaar mit zwei Jungen wurde geachtet. Natürlich wurde auf die Amphibien im Kolk Rücksicht genommen.

Trotz aller Schwierigkeiten sollen die Arbeiten der Deichsanierung bis Ende November 2016 beendet werden. Begonnen wurde mit dem Abbau der alten Deichscharte an der Fischerstraße. Die alten Sandsteine werden wieder integriert. Der alte Deich bleibt die Basis des neuen. Er wird allerdings erhöht und erheblich verstärkt mit Ton und Kies an der Wasserseite. Bemessungsgrundlage ist das Hochwasser von 2002. Gefordert wird ein Meter höher als damals das Wasser stand. Dazu ist eine über einhundert Meter lange Spundwand vorgesehen. Der Deichverteidigungsweg erfährt im Zuge der Arbeiten ebenfalls Veränderungen.Er soll teilweise auf der Deichkrone verlaufen und breiter werden. Am Wiesenweg entsteht zudem statt der Scharte eine Überfahrt.


NACHTRAG (Dezember 2016): Zur Deichsanierung gibt es eine neue Fotogalerie:
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Informationen
Heidemagnet
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Schwimmhalle
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Heidi Magazin
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Geschützte Bäume
Eiche an der Neumühle


Gemeine Rosskastanie am Golmer Weinberg